Die Arbeit beim Radio ist vielseitig. Eliza Becker (23) ist bei dem Sender RADIO 21 nicht nur für die Pressearbeit und das Eventmanagement zuständig, sondern arbeitet auch als Assistentin der Geschäftsführung. Das klingt wichtig. Was genau sind ihre Aufgaben und wie wird man das? Wir haben nachgefragt!

Frau Becker, was machen Sie genau in Ihrem Beruf?

Ein großer Teil meiner Arbeit nimmt das Eventmanagment ein. Alle Events, die wir hier im Raum Hannover durchführen und auf denen das Logo von RADIO 21 hängt, plane ich mit. Ich bin dafür zuständig, Bands auszusuchen und zu buchen. Dazu schreiben mich Bands oft an, die gern für uns spielen wollen. Wir wählen dann passende Bands aus und machen Verträge mit ihnen. Wir müssen dann natürlich schauen, dass wir eine Bühne und einen Moderator haben und dass die Technik vor Ort ist. Ich bin dann natürlich auch häufig am Wochenende unterwegs, aber es macht natürlich auch viel Spaß.
Der andere Bereich betrifft das Schreiben von Pressemitteilungen, wenn wir zum Beispiel im Sender etwas Neues ankündigen. Dann schreibe ich die Pressemitteilung und schicke sie über unseren Verteiler raus, sodass a lle Pressestationen darüber informiert sind und das drucken können.Aber auch für den Newsletter bin ich zuständig. Alle zwei bis drei Monate verschicken wir einen Newsletter, auf dem ihr alle Neuigkeiten rund um den Radiosender, wie zum Beispiel Events oder neue Frequenzen findet.
In Bezug auf die Assistenz der Geschäftsleitung unterstütze ich Steffen Müller, unseren Geschäftsführer. Meine Aufgabe ist es, zu priorisieren, was überhaupt wichtig ist.

Wie wird man Assistentin der Geschäftsführung?

Ich habe hier im Sender ein Praktikum gemacht, was ich jedem nur empfehlen kann. Dadurch kann man sich beweisen. Ich habe ursprünglich Medienmanagement studiert und habe drei Monate am Empfang im Bereich Vertrieb und Marketing gearbeitet. In diesem Bereich wollte ich auch ursprünglich arbeiten. Ich habe dann jedoch kranksheitsbedingt und vorübergehend den Posten meiner Vorgängerin übernommen und konnte unter Beweis stellen, dass ich die Stelle ebenfalls selbstständig ausfüllen könnte. Ende des letzten Jahres habe ich dann erfahren, dass meine jetzige Stelle frei geworden ist. Da man sich kannte, kam man schnell ins Gespräch und wurde sich einig und so habe ich die Stelle bekommen.

Wie lange arbeiten Sie jeden Tag?

Ich fange um 8 Uhr an und bin meist gegen 17 Uhr fertig. Ich mache gemeinsam mit meinen Kollegen eine Stunde Pause und wir gehen, wenn es die Zeit erlaubt, gemeinsam in die Kantine essen. Es ist jedoch auch oft so, dass wenn etwas Wichtiges anfällt, dann bleibt man auch länger. So muss man zum Beispiel bei Terroranschlägen oder anderen wichtigen Nachrichten häufig etwas nachbereiten. Aber dann kann man sich dafür auch mal einen Tag frei nehmen, um die Überstunden wieder abzubauen.

Das klingt schon stressig.

Es ist auf jeden Fall aufregend. Es ist definitiv positiver Stress. Ich denke, wenn man hier arbeitet, dann muss man das auch mögen. Wenn man jeden Tag dasselbe machen möchte, dann ist dieser Arbeitsplatz eher weniger passend. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig und der Tag vergeht meist wie im Flug. Ich schätze dies an meinem Beruf.

Könnten Sie sich auch einmal vorstellen, live on air zu sein?

Ich habe schon häufiger etwas gesprochen, da wir hier oftmals verschiedene Stimmen benötigen. Dann kann es halt vorkommen, dass man spontan gefragt wird, ob man schnell etwas einsprechen kann, da zum Beispiel eine weibliche Stimme benötigt wird. Man kann natürlich auch nein sagen, aber es ist natürlich schon cool, auch mal im Radio zu sein. Aber eine Moderation zu führen, kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Das ist eher nicht mein Bereich.

Gehen hier die Rockstars ein und aus?

Ja, in der Tat und es ist oft sehr spontan. Man muss sagen, dass es bei uns oft tagesaktuell ist. Jeden Tag findet etwas anderes statt. Man hat nie denselben Alltag und es ist oft sehr aufregend. Das ist natürlich cool, da es nie langweilig wird. Irgendwann stehen dann halt auch mal ein paar Bands im Empfang, die wir dann nach hinten zur Radioaufnahme führen. Das ist wirklich schon cool. Wir begrüßen ca. alle zwei bis drei Monate jemanden, den man auch kennt. Das ist wirklich spannend. Aber die sind alle total locker. Man kann häufig auch einfach so mit ihnen sprechen. Das ist kein Problem. Außer natürlich als Kirk Hammett hier war. Da gab es hier viel Aufregung, denn er ist natürlich international sehr bekannt. Da war erst einmal die Security im Sender, hat die Räume abgesucht, sodass der Besuch für Hammett sicher war. Erst anschließend durfte er in den Sender kommen. Das war schon sehr besonders. Doch war er persönlich sehr locker.

Vielen Dank für das Interview!